Rechenzentrum
Hardware unserer Datenmanufaktur
Um absolute Kontrolle über die Daten unserer Kunden zu behalten, arbeiten wir ausschließlich auf eigener Hardware und verwalten alle Systeme selbst. Der Himmel über der Cloud-freien Zone ist blau...
Herberge unserer IT-Plattform ist ab Dezember 2017 das Telehouse-Rechenzentrum im Frankfurter Gallusviertel.
Seit dem Sommer 2025 (Umzug innerhalb des Datacenters) bietet ein halber Serverschrank mehr Platz. Ende 2025 zogen die beiden jüngsten Maschinen ein:
- Energie- und Netzwerktechnik (ATS, Firewalls, ein Router) befinden sich oben
- sechs Server für Workstations, Anwendungen und Backup nehmen die Mitte ein
- Schubladen lassen Material und Werkzeug verschwinden

Der Server mit dem IBM-Logo ist ein 'System x3650 M4' - es ist die allererste Maschine von mxben. Sie ging im Februar 2014 in Betrieb und hat bis heute zahlreiche Upgrades erfahren. Für die Zuverlässigkeit über viele Jahre sind wir so dankbar, dass wir diesen Server für sinnvolle Aufgaben nutzen, bis er nicht mehr kann. Bless you, Methusalem!
Auf der Rückseite oben zwei Switche u.a. mit Internet-Uplink, darunter Energieverteilung, verschiedene Kleingeräte und der eingermaßen gebändigte Kabelsalat...

Hier das Innenleben eines Servers: zu erkennen sind die kupfernen heatpipes, mit denen die Wärme der Prozessoren - bis zu 360 Watt - an den Luftstrom abgegeben wird. Denken Sie jetzt auch an eine Spielzeugdampfmaschine?

IT und Nachhaltigkeit
stehen nicht unbedingt im Widerspruch: Die Erhaltung von Werten und die Vermeidung von Abfall gehen bei uns Hand in Hand. Das funktioniert, weil wir von Anfang an in hochwertige, langlebige, leistungsfähige und erweiterbare Komponenten investiert haben, die auch nach langer Laufzeit noch technisch einwandfrei und ökonomisch sinnvoll einsetzbar bleiben. Um bei gleicher Funktion den Stromverbrauch zu reduzieren, haben wir erstmals im Juli 2025 ein Gerät ausgetauscht.
Hinzu tritt, dass Moore's law bei genauem Hinsehen an Zauber verloren hat: Zwar verdoppelt sich weiterhin die Dichte integrierter Schaltkreise in handelsüblichen Chips alle 18-24 Monate. Doch weil sich konventionelle Fertigungstechniken längst physikalischen Grenzen annähern, stehen Dichte und Rechengeschwindigkeit in keinem konstanten Verhältnis mehr. Heute wird Leistungssteigerung im Hardwarebereich vor allem durch Parallelisierung anstatt durch Steigerung der Geschwindigkeit erzielt. Unbillig vereinfacht sieht es so aus, als würde man zur Steigerung der Geschwindigkeit eines Autos einfach einen zweiten oder dritten Motor zusätzlich unter der Haube verbauen.
Mit großem Interesse verfolgen wir daher die Forschungsergebnisse zum Quantencomputer ;-)
Energieverbrauch
Angetrieben wird das alles mit regenerativ erzeugtem Strom. Aktuell (12/2025) nehmen unsere Maschinen 1,4 bis 2,0 kW (Spitzenlast) elektrische Leistung auf. Das entspricht rund einer Megawattstunde (1.000 kWh) Strom im Monat. Eine moderne Windkraftanlage (Onshore) produziert diese Energie allerdings schon in weniger als 10 Minuten.
Hinzu kommen Kosten für die Ausfallsicherheit (Redundanz) der Stromversorgung sowie die Abfuhr der entstehenden Wärme. Unterm Strich kommt da eine ordentliche Summe zusammen. Umso mehr freut uns, dass unser Rechenzentrumsbetreiber (Telehouse) gemeinsam mit der Mainova AG innovative Konzepte zur Abwärmenutzung verfolgt.
